Martin Hofschröer
Vertriebsleiter
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Erfahrungen mit Leistungsmessungen an Kolbenverdichtern mit Druckindizierung
Dr.-Ing. Johann Lenz
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Durchführung eines Abnahmeversuches nach VDI 2045
Zur meßtechnischen Überprüfung der vom Hersteller einer Verdichteranlage zugesicherten Eigenschaften gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. In der VDI 2045 / DIN1945 werden Regeln zur einheitlichen Bestimmung für die Vorbereitung, Vorgehensweise, Auswertung und Beurteilung der Leistungsversuche an Verdichtern geschaffen. Nachfolgend wird die Durchführung speziell der Leistungsmessung mittels Druckindizierung auf Basis der genannten Normen als eine effektive Möglichkeit an einem Fall auszugsweise vorgestellt. Der Vorteil der Leistungsmessung durch Indizierung besteht darin, daß das Ergebnis die Verdichtungsleistung wiedergibt, die tatsächlich an das Gas weitergegeben wird, inclusive aller Wirkungsgrade ohne zusätzliche theoretische Annahmen. Zusätzlich erhält man mit dem pV-Diagramm (Bild2) auch eine Zustandsdokumentation als Kontrolle des mechanischen Zustands und der korrekten Arbeitsweise aller an der Verdichtung beteiligten Bauteile (Ventile, Dichtungen, usw.).
Technische Daten der untersuchten Verdichteranlage:
Bauart: Liegender einstufiger 4-Zylinder Hubkolbenverdichter in Boxeranordnung, doppelt wirkend
Antrieb: 12-Zylinder Gasmotor
Nennleistung: 2.150 kW
Drehzahlbereich: 700 - 1000 1/min
Aus den gemessenen Größen wurden entsprechnend die Ausgangsgrößen bestimmt. Des weiteren wurden die nach DIN 1945 (VDI 2045) vorgegebenen Umrechnungsgleichungen angewandt, um die auftretenden Abweichungen von den vorgegebenen Garantievoraussetzungen zu berücksichtigen. Das Ergebnis der Untersuchnung ist in Bild 3 dargestellt.
Die vereinbarten Garantiewerte des Garantiepunktes wurden erreicht. Der Wirkungsgrad des Gasmotors lag oberhalb des spezifizierten Toleranzbandes und war damit besser als vom Betreiber gefordert.






