„Swopper XT“ komfortabel auf Trab gebracht
Dr.-Ing. Johann Lenz
Tel. +49 5971 9710.47
In größeren Lkw-Speditionen werden in der Regel Wechselbrücken für die Containerumlagerung eingesetzt. Zum schnellen Umsetzen der Container sind Spezialfahrzeuge mit möglichst kleinem Wendekreis und guten Beschleunigungswerten erforderlich. Hierzu hat die Firma FIEGE tec den „Swopper XT“ – aufbauend auf dem Vorgängermodell – weiterentwickelt.
Da sich beim ersten Prototypen die Fahrdynamik und der Fahrkomfort hinsichtlich Kurvenfahrten und Hindernisüberfahrten als nicht ausgereift erwies, wurde eine weitergehende Untersuchung bei KÖTTER Consulting Engineers beauftragt. Dazu wurden unter anderem Schwingungssensoren an den Achsen, am Rahmen sowie an der Fahrzeugkabine und am Fahrzeugsitz appliziert. Bei verschiedenen Strecken, Hindernisüberfahrten und Fahrmanövern wurde das Fahrzeug in unterschiedlichen Geschwindigkeiten vermessen.
Es zeigte sich, dass bei abrupten Richtungswechseln sehr starke Schlagbewegung im knickgelenkten Swopper auftraten. Verantwortlich hierfür waren erhöhte Druckstöße von bis zu 80 bar im Lenkungssystem. Als Minderungsmaßnahme wurde ein Hydro-Membranspeicher (Blasenspeicher) für das Hydrauliksystem ausgelegt und eingebaut. Damit konnten die Druckstöße und die auftretenden Schlagbewegungen wirkungsvoll reduziert werden (Abb. 3).
Darüber hinaus wurden bei den Hindernisüberfahrten die Schläge sehr stark in die Fahrzeugkabine übertragen. Zur Abhilfe wurde neben der Reifenabstimmung die vordere mechanische Kabinenlagerung durch ein elastomergebettetes Drehgelenk ersetzt sowie die hintere Luftfederlagerung modifiziert. Eine Vergleichsmessung der Kabinen- und Fahrzeugbeschleunigungen bei Hindernisüberfahrten an einem Konkurrenzfahrzeug zeigte, dass der modifizierte Swopper die Schläge deutlich besser abfedert. Die letztendliche Abnahme erfolgte durch den Geschäftsführer selbst, der das Fahrzeug nach einer Probefahrt begeistert mit den Worten „kein Vergleich zu vorher“ zum weiteren Praxistest in Empfang nahm.
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Dr.-Ing. Johann Lenz
Tel. +49 5971 9710.47
In größeren Lkw-Speditionen werden in der Regel Wechselbrücken für die Containerumlagerung eingesetzt. Zum schnellen Umsetzen der Container sind Spezialfahrzeuge mit möglichst kleinem Wendekreis und guten Beschleunigungswerten erforderlich. Hierzu hat die Firma FIEGE tec den „Swopper XT“ – aufbauend auf dem Vorgängermodell – weiterentwickelt.
Da sich beim ersten Prototypen die Fahrdynamik und der Fahrkomfort hinsichtlich Kurvenfahrten und Hindernisüberfahrten als nicht ausgereift erwies, wurde eine weitergehende Untersuchung bei KÖTTER Consulting Engineers beauftragt. Dazu wurden unter anderem Schwingungssensoren an den Achsen, am Rahmen sowie an der Fahrzeugkabine und am Fahrzeugsitz appliziert. Bei verschiedenen Strecken, Hindernisüberfahrten und Fahrmanövern wurde das Fahrzeug in unterschiedlichen Geschwindigkeiten vermessen.
Es zeigte sich, dass bei abrupten Richtungswechseln sehr starke Schlagbewegung im knickgelenkten Swopper auftraten. Verantwortlich hierfür waren erhöhte Druckstöße von bis zu 80 bar im Lenkungssystem. Als Minderungsmaßnahme wurde ein Hydro-Membranspeicher (Blasenspeicher) für das Hydrauliksystem ausgelegt und eingebaut. Damit konnten die Druckstöße und die auftretenden Schlagbewegungen wirkungsvoll reduziert werden (Abb. 3).
Darüber hinaus wurden bei den Hindernisüberfahrten die Schläge sehr stark in die Fahrzeugkabine übertragen. Zur Abhilfe wurde neben der Reifenabstimmung die vordere mechanische Kabinenlagerung durch ein elastomergebettetes Drehgelenk ersetzt sowie die hintere Luftfederlagerung modifiziert. Eine Vergleichsmessung der Kabinen- und Fahrzeugbeschleunigungen bei Hindernisüberfahrten an einem Konkurrenzfahrzeug zeigte, dass der modifizierte Swopper die Schläge deutlich besser abfedert. Die letztendliche Abnahme erfolgte durch den Geschäftsführer selbst, der das Fahrzeug nach einer Probefahrt begeistert mit den Worten „kein Vergleich zu vorher“ zum weiteren Praxistest in Empfang nahm.
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Abbildung 1: Lastenträger Swopper XT für Containerumlagerung
Abbildung 2: Parcours mit Hindernisüberfahrten
Abbildung 3: Vergleich der Druckstöße oben im Originalzustand und unten mit eingebautem
