Fachartikel
Analyse und Beseitigung störender Gleichlaufabweichungen zwischen einem Ultraschall- und einem Wirbelzähler in einer DN 600 PN 100 Erdgas-Verteilerstation
Dr.-Ing. Andreas Brümmer (KÖTTER Consulting Engineers), Dipl.-Ing. Heiko Slawig (VNG – Verbundnetz Gas AG), Dipl.-Ing. Horst Jäkel (ARTES – Valve and Service GmbH)

Bei der Inbetriebnahme einer neu errichteten M & R-Station für Erdgas ergaben sich erhebliche Gleichlaufabweichungen zwischen dem in Reihe geschalteten Ultraschall- und Wirbelzähler. Wie eine detaillierte Pulsationsmessung belegte, besteht ein systematischer Zusammenhang zwischen dem Differenzdruck über dem Regelkugelhahn, den stochastischen Druck- und Strömungsschwankungen innerhalb der Messstrecke sowie der Gleichlaufabweichung zwischen Ultraschall- und Wirbelzähler. Zur Sanierung wurde der Regelkugelhahn mit zwei Viellochscheiben bestückt, so dass das Erdgas zur Entspannung nicht mehr nur durch einen Querschnitt sondern durch eine Vielzahl von Bohrungen strömen muss. Die Bohrungsanzahl sowie der Bohrungsdurchmesser werden hierbei mit zunehmender Öffnung des Regelkugelhahns größer. Durch diese Maßnahme konnten die stochastischen Schwankungen im Erdgasstrom deutlich reduziert werden. Gleichzeitig konnte der Gleichlauf zwischen Wirbelzähler und Ultraschallzähler signifikant verbessert werden, so dass er von allen Beteiligten akzeptiert wurde.

 
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