Fachartikel
Schwingungstechnische Untersuchung zu Lagerschäden an einer Methankreiselpumpe
Dr.-Ing. Jan Steinhausen, KÖTTER Consulting Engineers

Während der Inbetriebnahme einer Kreiselpumpe für Flüssigmethan (-160°C) traten an den Lagern des Pumpenrotors Schäden auf. Nach Umrüstung auf ein anderes Pumpenfabrikat mit Gleitlagerung zeigte die neue Kreiselpumpe ein ansteigendes Geräusch- und Schwingungsniveau. Zur Ursachenanalyse wurde die erneute Wiederinbetriebnahme durch umfassende Schwingungs- und Pulsationsmessungen begleitet. Nach etwa 15 Betriebsstunden konnte mit dem Beginn des Abfalls der Förderhöhe – und damit dem Eintreten eines erneuten Schadens – eine drehzahlsubsynchrone Frequenzkomponente in den Schwingungssignalen festgestellt werden. Durch die systematische Analyse der Messsignale konnte als primäre Schadensursache eine auftretende Rotorinstabilität belegt werden. Es wurden daraufhin unterschiedliche gezielte Abhilfemaßnahmen für eine Revision der Kreiselpumpe benannt. Nach Umsetzung der Maßnahmen zeigte die Kreiselpumpe einen zuverlässigen Dauerbetrieb.

 
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